Was Eltern tun können...

- für regelmässigen (Tief-)Wasserkontakt sorgen
- Spielen und Freude im Wasser erleben
- dem Kind die Übungen (z.B. Schweben, Tauchen) vorzeigen
- das Kind nicht überfordern, die neuen Übungen langsam einbauen und immer wieder Elemente wiederholen, die das Kind bereits beherrscht

Schwimmen lernt man am besten von jemandem, der Freude am Wasser hat und alles vorzeigen kann. Vielfach lernen die Kinder wesentlich besser und schneller in einer Gruppe mit anderen Kindern.
Allerdings kann der Rückhalt der Bezugsperson (Mami, Papi, Grosi, Götti) v.a. auch bei ängstlichen Kindern Wunder bewirken. Deshalb lohnt sich der Besuch eines Eltern-Kind-Kurses bevor das Kind alleine zum Schwimmkurs geschickt wird.


Was muss mein Kind können?

Es ist relativ schwierig, dem Kind das Schwimmen zu lehren, wenn man gar nicht genau weiss, welche Kompetenzen das Kind können soll. Deshalb habe ich das Heft "Gumpifrosch lernt schwimmen" entwickelt, welches alle wichtigen Aufgaben der Wassergewöhung und -bewältigung beinhaltet. Jede beherrschte Aufgabe darf mit einem Sticker versehen werden.
Infos: Übungsheft für Kinder & Eltern


Was, wenn mein Kind Angst hat vor dem Wasser / Tauchen?

1. Zeit lassen! Sprechen und laufen lernt auch nicht jedes Kind zur selben Zeit.
2. Angst ernst nehmen! Mit Aussagen wie „das ist doch nicht so schwer“ und „tu doch nicht so, das ist nur ein bisschen Wasser“ erreicht man leider meistens das Gegenteil vom gewünschten Resultat, da das Kind sich dann erst recht entmutigt fühlt.
3. Optimale Rahmenbedingungen schaffen: Freude am Wasser schaffen, Phantasie und Interessen des Kindes ins Wasser bringen (z.b.Playmobilmännli oder Puppe mitnehmen)
4. Motivation: Der Grat zwischen Ermutigen und Drängen ist sehr schmal. Das Kind motivieren etwas neues Auszuprobieren, ohne es zu überreden.
5. Immer wieder Vorzeigen und andere beobachten lassen. Es gibt Kinder, die schauen lieber zuerst zu und üben dann alleine in der Badewanne, bevor sie eine Aufgabe im Schwimmbad ausprobieren.

Das Kind soll IMMER selber entscheiden dürfen, ob es eine Übung ausführen will oder nicht. Wer mit einfachen Übungen startet, schafft viele Erfolgserlebnisse, die sich positiv auf das Selbstbewusstsein des Kindes auswirken. So traut sich das Kind auch an schwierigere Aufgaben.
Dies gilt besonders beim Untertauchen! Verzichte unbedingt auf das fremdbestimmte Untertauchen (unter Wasser ziehen/drücken). Dies kann die Ängste des Kindes noch weiter verschlimmern oder sogar zu einem Trauma führen.