Schwimmkurse ohne Eltern

Ab frühestens 4 Jahre kann das Kind ohne Elternbegleitung an einem Schwimmkurs teilnehmen.

Wichtig zu wissen:
Schwimmen lernt man nicht in 10 mal 30 Minuten, dies ist ein Prozess, der regelmässigen Wasserkontakt und viel Vertrauen ins Element voraussetzt.

Für eine Kursteilnahme ohne Eltern wird Folgendes vom Kind erwartet:

- selbständiges An- und Ausziehen
- selbständiges Duschen
- Tauchen des Gesichts / besser vollständiges Untertauchen
- für die Kursdauer von der Bezugsperson lösen können
- keine Angst vor dem (Tief-)Wasser

Falls Ihr Kind einer oder mehrere der oben genannten Punkte nicht erfüllt, ist die Teilnahme an einem Eltern-Kind-Kurs(ElKi) vorzuziehen. Unterdessen werden vielerorts ElKi-Kurse auch für Kindergartenkinder angeboten, da vielen Kindern die Wassergewöhnung gemeinsam mit einer vertrauten Person (Mami, Papi, Grosi, Götti) wesentlich leichter fällt.

Die allermeisten Schweizer Schwimmschulen unterrichten nach den Grundlagen von swimsports.ch (www.swimsports.ch), J&S (www.jugendundsport.ch) und Swiss Swimming (www.swiss-swimming.ch). Auf den entsprechenden Homepages finden Sie die entsprechenden Philosophien sowie die zugehörigen Schwimmschulen.

Wenn du dein Kind selber auf den Schwimmkurs vorbereiten möchtest, hilft dir das Übungsheft "Gumpifrosch lernt schwimmen"  dabei. Mehr Infos dazu findest du HIER.


Mein Kind lernt ja dann in der Schule schwimmen, oder?

Viele Eltern denken, dass der Schulschwimmunterricht vergleichbar mit einem Schwimmkurs einer Schwimmschule oder eines Schwimmvereins ist. Dem ist in den allermeisten Fällen nicht so.
Für die Klassenlehrer ist es oft sehr schwierig, meist mehr als 20 Kinder mit unterschiedlichsten Vorkenntnissen individuell zu fördern. V.a. Kinder, welche Angst im (Tief-)Wasser haben benötigen viel Unterstützung, Zeit und eine sanfte Herangehensweise.
Es ist somit schlicht unrealistisch, dass in den wöchentlich 50 Minuten (inkl. Duschen und Umziehen) jedes Kind optimal individuell gefördert werden kann.