Wassergewöhnung


Ohne Zweifel, die allermeisten Säuglinge fühlen sich im Wasser sehr wohl erfreuen sich am wöchentlichen Badeplausch.

Es ist jedoch ein Unterschied, ob dabei zu Hause in der mit wenig Wasser gefüllten Badewanne, oder in einem (öffentlichen) mit Chemikalien versetzten Tiefwasserbecken gebadet wird.

* In grossen Bädern nehmen die Kinder viele unbekannte Geräusche und Eindrücke wahr, welche sie am Anfang noch etwas überfordern können.

* Der Wasserdruck im Tiefwasserbecken ist nicht zu unterschätzen. Die meisten Kinder lieben ihn, es gibt aber auch Säuglinge, welchen dieser Unbehagen bereitet.

* Zu Hause in der eigenen Badewanne ist die Ansteckungsgefahr mit fremden Keimen auf ein Minimum reduziert. Zudem frieren die Kinder in den eigenen vier Wänden wesentlich weniger schnell, weil nur ganz kurze Distanzen zurückgelegt werden müssen.

* In der eigenen Badewanne wird i.d.R. auf Zusätze im Wasser verzichtet. Nicht so in öffentlichen Bädern. Chlor und Duschmittel können den Ph-Wert der sensiblen Neugeborenen-Haut reizen.


Ab wann kann ein öffentliches Bad besucht werden?

Gumpifrosch empfiehlt den Besuch eines Hallen- oder Schwimmbades frühestens ab 4 Monaten*. (*bei Frühgeborenen zählt der errechnete Geburtstermin)
Während dem ersten Lebensjahr sollte die Wassertemperatur nicht weniger als 30 Grad (besser 32-33 Grad) bei mindestens ebenso warmer Umgebungstemperatur betragen. Bedenken Sie bitte auch, dass Säuglinge während dem ersten Lebensjahr nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden sollen.


Einschränkungen beim Babybaden

Asthma

Es sind diverse Studien gemacht worden betreffend Chlorwasser und Asthma. Die bekannteste und kritischste dieser Studien wurde in Belgien durchgeführt.

Was ist das Problem? Schweiss und Urin verbinden sich im Wasser mit dem Chlor und es wird u.a. Trichloramin freigesetzt. Trichloramin erkennt man am starken Chlorgeruch im (Luft) und auf der Haut nach dem Schwimmen. In der belgischen Studie wurde belegt, dass bei zu viel Chlor im Wasser, mangelnder Hygiene der Badbesucher (kein Duschen/Urin im Wasser) und schlechter Schwimmbadbelüftung, Babyschwimmer öfter an Asthma leiden, als Babys, die keinen Kontakt mit gechlortem Wasser hatten. Allerdings ist in Belgien eine 10-fach höhere Chlorkonzentration im Wasser erlaubt als in der Schweiz. Somit ist jeder Schwimmbadesucher - neben der hygienischen Gründe – dazu angehalten, sich vor dem Einstieg ins Wasser gründlich zu duschen.

Chlor ist – ebenso wie andere Reize wie Zigarettenrauch oder Pollen – jedoch immer nur der Auslöser, nie die Ursache für Asthma. Die Veranlagung dafür ist vererbt. Wenn die Eltern starke Asthmatiker sind, sollten sie deshalb den Kinderarzt um Rat fragen.


Hautkrankheiten

Kinder mit akuten Hautentzündungen (z.B. offene Neurodermitis etc.) gehören nicht in ein öffentliches Bad. Es soll mit dem Baden gewartet werden, bis die offenen Stellen verheilt sind.


Kinder mit Handicap und Herzerkrankungen


Kinder mit einer leichten Behinderung sind in vielen Kursen herzlich willkommen! Informiere den Kursleiter aber unbedingt bei der Anmeldung über das Handicap deines Babys.

Kinder mit Trisomie 21 oder mit einem Herzfehler dürfen nur mit einer schriftlichen Erlaubnis des Kinderarztes an einem Schwimmkurs teilnehmen.


Infektionsgefahr

Studien zeigen, dass Babyschwimmer ein leicht erhöhtes Risiko für Ohrenentzündungen und Rotavirus-Infektionen haben.

Ohrenentzündungen wird am besten durch warmes Duschen nach der Schwimmeinheit, rasches Anziehen, sowie vollständiges Trocknen der Haare und Ohren (austupfen oder ausföhnen) vorgebeugt.

Die deutschen Kinderärzte empfehlen eine Rotavirus-Impfung bei Säuglingen vor dem Babyschwimmen.